Zum Erhalt der Freude am Laufen nennt Andreas Schmaler vier Grundsäulen:

Oftmals sieht man Menschen mit verkrampften Gesicht Sport treiben unter dem Eindruck „man muss“, statt „ich freue mich drauf und habe Spaß dabei“. Laufen fängt im Kopf an und jeder sollte mit einer positiven Grundeinstellung an das Thema herangehen.

Viele haben jahrelang nichts gemacht und wollen gleich 30 Minuten oder länger laufen und sind dann durch den Misserfolg frustriert. Laufanfänger sollten sich zunächst kleinere, erreichbare Ziele stecken.

Häufig entstehen Schmerzen durch Muskelverletzungen durch verkehrte Haltung beim Sitzen oder anderen Tätigkeiten. Der Kreislauf darf nicht überstrapaziert werden und der Körper sollte zuvor mit Dehnübungen gelockert werden.

Eine gesunde Ernährung ist für das Laufen sehr wichtig.

Laufen beginnt im Kopf! Das bedeutet auch, dass das Laufen geplant und in den täglichen Terminkalender eingearbeitet werden muss. „Keine Zeit für Sport? Das gibt’s nicht“, sagt Andreas Schmaler lächelnd. „Ich laufe oftmals morgens um 05.00 Uhr bis zu 2,5 Stunden und muss dann immer in ungläubige Gesichter schauen, wenn ich um 07.30 Uhr in der Bäckerei erzähle, dass ich bereits 30 Kilometer gelaufen bin“.

Für den Jogger empfiehlt sich die Verwendung einer Pulsuhr, die - richtig eingestellt - piept, falls der Körper zu sehr überanstrengt wird.

Der Einsteiger sollte mit maximal 30 Minuten Gehen, wie z.B. mit Nordic Walking, beginnen. Anschließend folgt leichtes Joggen mit allmählicher Intensitätssteigerung bis man 45 Minuten in normalem Tempo durchlaufen kann. Ein sich immer wiederholender Fehler: „Die Leute laufen viel zu schnell, werden zu schnell müde, haben somit keinen Trainingseffekt und verlieren den Spaß“, sagt Andreas Schmaler. Sein Tipp: Beim lockeren Joggen sollte man sich immer noch gut unterhalten können, ohne aus der Puste zu kommen.

Um einen Trainingseffekt zu erzielen, um den Stoffwechsel anzuregen und Fett zu verbrennen, sollte der Freizeit-Jogger zwei bis drei Mal in der Woche etwa 40 Minuten laufen.

Die Ernährung spielt dabei eine sehr wichtige Rolle. Möglichst fettarm und zuckerfrei sollte die Nahrung sein. Eiweiß, Kartoffeln, Vollkornprodukte und Obst sind z.B. ideal. Vor dem Start des Frankenberger Fitness-Laufes sollte ein bis zwei Stunden vor dem Lauf normal gefrühstückt werden. Zusätzlich sollte man Kohlenhydrate zu sich nehmen, z.B. in Form der beliebten Banane.

Wer Halbmarathon oder die 10-Kilometer-Strecke läuft, sollte am Vorabend ein Nudelgericht essen. Ebenfalls sehr wichtig: Am Vortag viel trinken, am besten zwei bis drei Liter am Tag, Wasser oder isotonische Getränke.

Wer diese Empfehlungen beachtet, bei dem kann eigentlich nichts schief gehen. Was der Philosoph Laotse im 4. Jahrhundert vor Christus gesagt hat, gilt auch heute noch, vor allem für die Jogger: „Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt“.

 
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Zitat: 

 „Der Vogel fliegt, der Fisch schwimmt, der Mensch läuft“

 
Emil Zatopek, tschechische Lauf-Legende. Gewann bei Olympia 1948 und 1952 vier Goldmedaillen über 5.000, 10.000 Meter und Marathonlauf und stellte 18 Weltrekorde auf.